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12. Juli 2019

Wie in Aachen an der digitalen Zukunft gearbeitet wird

Mittelstand 4.0 - Spannende Tour durch die Möglichkeiten der Digitalisierung in der Textilindustrie

LabTour im Digital Capability Center
Die Besuchergruppe der Liberalen Frauen mit Katharina Willkomm MdB beim Digital Capability Center (DCC) in Aachen. Fotos: Stefan Steins.

Aachen. Die Liberalen Frauen des Bezirksverbands Aachen und die Bundestagsabgeordnete Katharina Willkomm waren zu Gast beim Digital Capability Center (DCC) Aachen, um sich vor Ort die Möglichkeiten der Digitalisierung in der Textilindustrie anzuschauen.

Das DCC wird unterstützt vom Bundeswirtschaftsministerium und gehört zur ITA Akademie. Diese wiederum ist verbunden mit dem Lehrstuhl Textilmaschinenbau als Teil der Fakultät Maschinenwesen der RWTH Aachen.

Nach der Einführungsrunde und Präsentation durch Maximilian Kemper, Mitarbeiter des DCC, ergab sich bereits eine rege Diskussion über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitsplätze. Herr Kemper merkte hierzu an, dass die Textilindustrie ihren größten Teil an Stellenabbau in früheren Jahren bereits erlebt hat, durch Abwanderung in asiatische Länder. Die Digitalisierung sorgt hier eher wieder für mehr Effizienz, Kostenersparnis und Wettbewerbsfähigkeit. Dadurch ist es so, dass neue Arbeitsplätze in unserer Region entstehen. Dringend gesucht würden, wie überall, Fachkräfte.

Im Shopfloor hatten die Besucher die Möglichkeit unter fachkundiger Leitung von Maximilian Kemper die digitalisierte Produktionsstraße zu sehen. Die Herstellung eines flexiblen Armbandes wurde, begonnen bei den einzelnen Fäden bis hin zur Färbung, gezeigt. Bei jedem Produktionsschritt werden digitale Assistenzsysteme genutzt, die die Qualität des Materials berücksichtigen sowie die Temperatur der Umgebung. Auch bei der Thermofixierung wird mit Hilfe von Sensoren die Temperatur bestimmt, die notwendig ist, um bei dem aktuell verwendeten Material ein optimales Ergebnis zu erreichen.

Zudem gibt es eine digitale Assistenz für die Logistik innerhalb der Produktionsstraße, damit das richtige Material aus den vor Ort stehenden Boxen verwendet wird. Die digitale Zustandsüberwachung meldet auftretende Fehler und eventuell auftretende Schäden. Die Mitarbeiter haben persönliche Armbänder mit Chip auf denen die auf die Körpermaße abgestimmte Arbeitsplatzeinrichtung gespeichert ist. Bei Anwendung stellt sich der Arbeitstisch automatisch auf die notwendige Höhe ein. Während des Arbeitsprozesses werden die einzelnen Schritte überwacht und somit Gesundheitsrisiken erkannt und die Arbeitsabläufe effizienter gestaltet.

Die textile Lernfabrik ist entstanden mit Hilfe zahlreicher Kooperationspartner wie z. B. Softwarehersteller, Unternehmensberater und Unternehmen aus dem Bereich Maschinenbau. Für kleine und mittelständische Unternehmen dient die Lernfabrik als Unterstützung für die digitale Transformation und Ideengeber. Es können für Techniker und Manager Workshops gebucht werden und es werden Potenzialanalysen erstellt. Die Chancen für die Region liegen auf der Hand. Neue Impulse und Ideen. Durch Kosteneffizienz lohnt sich eine Produktion auch in unserer Region und es entstehen Arbeitsplätze. Die gute Anbindung an die Infrastruktur in der Euregio ist ebenfalls ein Pluspunkt.


mehr zum Thema

» www.kompetenzzentrum-textil-vernetzt.digital/
» www.ita.rwth-aachen.de

Quelle: www.liberale-frauen-bezirk-aachen.de


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