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25. September 2019

FDP fordert schnellen Ausbau der E-Ladesäulen

Die Stadt soll künftig ein Viertel aller neu gebauten Parkplätze mit den Anlagen ausstatten. Mehrkosten dafür auflisten.

FDP fordert schnellen Ausbau der Ladesäulen für Elektrofahrzeuge
FDP fordert in Eschweiler Ausbau der Elektromobilität und Ladesäulen. Foto: Stefan Steins

Eschweiler. Die Stadt soll künftig ein Viertel aller neu gebauten Parkplätze mit Ladesäulen für Elektroautos ausstatten. Das fordert die FDP in einem Antrag. Zudem wünscht sie sich eine Ausarbeitung der Mehrkosten und der Möglichkeiten im Stromnetz.

Die Eschweiler FDP-Fraktion hat einen Antrag eingereicht, nach dem etwa ein Viertel aller neu gebauten Parkplätze Ladesäulen für Elektroautos zur Verfügung stellen sollen. Die Ladepunkte sollen in Zukunft bei allen Straßensanierungen angelegt werden. Zudem schlägt die FDP vor, bei der Planung von städtischen Neu- und Umbauten künftig eine ausreichende Anzahl an Leerrohren vorzusehen, um so erhebliche Folgekosten einzusparen.

Als Begründung dafür gibt die Fraktion die Klimaziele des Verkehrs an. Demnach müssten Teile der heute mit Benzin- und Diesel betriebenen Autos durch Hybrid- oder Elektrofahrzeuge ersetzt werden. Menschen, die bereits ein solchen Fahrzeug besitzen, müssten häufig feststellen, dass seitens der Städte wenig getan werde, um diese überhaupt laden zu können. Das gelte auch für Eschweiler, heißt es in dem Antrag.

„Die Ladesäulendichte ist absolut ungenügend und auf wenige Stellen (meist Bahnhöfe und Rathausnähe) beschränkt“, schreibt Fraktionsvorsitzender Ulrich Göbbels. Das sei besonders bedauernswert, da Eschweiler im Einzugsgebiet der RWTH Aachen liege, an der mit Hochdruck an der Elektromobilität geforscht werde. Mit der aktuellen Situation würden Interessierte aber eher davon abgehalten, die klimafreundlicheren Fahrzeuge zu kaufen. „Eschweiler als Standort für moderne Technologie sollte hier seinen Bürgern die Infrastruktur bereitstellen“, fordert die FDP.

Kosten schätzen lassen

Dazu beauftragt sie die Verwaltung, bis zur Sitzung des Planungs-, Umwelt und Bauausschusses im Oktober eine grobe Kostenschätzung vorzulegen. Damit soll geklärt werden, ob, und wann ja, inwiefern hierdurch Mehrkosten entstehen und wen diese belasten. Die Fraktion wünscht sich außerdem eine Information über mögliche Förderungsmaßnahmen.

Bis zum kommenden Frühjahr fordert die FDP zudem eine Untersuchung, inwiefern das Stromnetz in der Stadt in der Lage ist, ausreichende Kapazitäten für Ladestationen an Straßen zur Verfügung zu stellen – und wo mögliche Engpässe liegen. Jährlich soll die Stadtverwaltung in der ersten Sitzung nach der Sommerpause einen Bericht und einen Plan zur Entwicklung der Versorgung mit Ladestellen und Wasserstoff-Tankstellen vorlegen.

Großes Unverständnis

Das Thema Elektomobilität ist auch in der vergangenen Sitzung des Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses aufgekommen. Christian Braune, Vorsitzender der FDP Eschweiler, betonte dazu: „Zu meinem großen Unverständnis hat sich die SPD gegen die Vorbereitung der Jülicher Straße für Elektromobilität ausgesprochen.“ Die FDP habe diesen Ausbau gefordert. „Auf Nachfrage aber wollte die SPD dieses nicht erläutern, aber eine Partei, die mit absoluter Mehrheit regiert, verhindert somit den Anschluss vieler Bürger in Dürwiß für viele Jahre“, heißt es in einem Schreiben Braunes.

von Caroline Niehus
Eschweiler Zeitung, 25.09.2019


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